Paul Schuberth - Akkordeonspiel über alle Grenzen Paul Schuberth entlockt seinem Akkordeon klassische wie weltmusikalische Töne. Er ist jung, begabt und als Komponist reif. Paul Schuberth verzaubert mit dem Akkordeon. Mit seinem neuen, zweiten Album „Laub“ spielt sich Schuberth durch die Welt, vermischt slawische Folklore mit lateinamerikanischen Rhythmen, nimmt sich Anleihen aus dem Jazz und der elektronischen Musik, verwebt Tradition mit Moderne. Das ergibt ein spannungsgeladenes Musikgemisch. Wie selbstverständlich bewegt sich Schuberth zwischen den Welten. Abgeklärt und sicher klingt seine Musik, die dann doch immer wieder überrascht. Diese Reife kommt aus seiner umfangreichen Konzerttätigkeit und seiner höchst erfolgreichen Teilnahme an Wettbewerben. Seit vier Jahren kehrt der junge Steyrer mit Preisen nach Hause zurück. Sie sind Beweis dafür, dass Schuberth in seiner Altersklasse zu den besten klassischen Akkordeonspielern der Welt gehört. Jüngster Erfolg: Für sein Streichquartett-Stück „Landschaften“ erhielt er vergangene Woche den ersten Preis beim Kompositionswettbewerb für Jugendliche. Mit dem Haidershofner Kammerorchester spielt Schuberth am 5. Juni in Haidershofen und am 6. Juni in Garsten. Beginn: je 19.30 Uhr. (rgr) Hilfe, Liebling, die Kinder haben uns geschrumpft!(Gekürzter Artikel, aus Jazzzeit, Ausgabe Jänner/Februar)
Werden Musiker immer jünger? Dreht sich die Zeit rückwärts? Der Akkordeonspieler Paul Schuberth ist erst 14 Jahre jung und bereits ein Highlight des Akkordeonfestival Wien.Soeben erschien seine Debüt-CD „Winterrose“.Dreizehn volksliedhafte, selbstkomponierte Melodien, im Spannungsfeld zwischen Tango, Blues, Jazz, Rock und osteuropäischen Musiktraditionen, trägt er, bis auf eine Ausnahme, solo vor. Die gekonnte Auslotung der Dynamiken seines Instrumentes lässt aufhorchen. Wo soviel ist, kann noch mehr kommen. Vor allem in Kompositionen mit Titeln wie „Auf der Wiese“ oder „Gourmetabend“ offenbart sich sein Sinn fürs Melodische, der dieses Album zu einem Hörspaß macht. Schon beeindruckend, was der 1994 in Steyr bei Dietach geborenen Teenie aus seinem Borsini Orfeo 3 de luxe – Akkordeon herausholt.Ironischerweise wird das Älterwerden hören lassen, wohin sich das Jungtalent entwickelt. Wird er es mit jenen halten, die das Akkordeon vom Stallgeruch des Populären mit abstrakt-dissonanten Klängen befreien und in Richtung so genannter seriöser Musik treiben oder geht’s in Richtung jener, die dem Akkordeon die Würde einer besonders seelenvollen Musik verleihen wollen? Eine Richtungsfrage, die nicht zuletzt durch die Achtung entschieden wird, den man der Musik und den Werten, die sie vermittelt, zugesteht.Für die „Winterrose“ gibt es – von den Komplimenten abgesehen – auch schon Sendezeiten im Radio. Was kommt da noch, demnächst?[…] Das ist dann eine Winterrose wert. Homepage von Jazzzeit „Porträt"
(Artikel aus Concerto, Ausgabe 02/03 2009)Er ist erst 14 Jahre jung, spielt seit seinem 7. Lebensjahr Akkordeon und hat schon eine Musikerbiografie wie ein Vollprofi: Unterricht an der Bruckner Privat-Universität Linz, Preise bei diversen nationalen und internationalen Akkordeon- und Kompositionswettbewerben, zahlreiche Auftritte und vor kurzem Veröffentlichung einer Solo-CD. Es war im Jahr 2002, als Paul Schuberth mit Hilfe seiner Mutter seine erste Komposition „Auf dem Eiffelturm“ niederschrieb; bestärkt von seiner ersten Akkordeonlehrerin, spielte er bald bei Musikschulkonzerten und anderen Gelegenheiten eigene Stücke – die sich, wie man auf der eben erschienenen CD „Winterrose“ nachvollziehen kann, durch Witz und einen hohen Grad an Originalität auszeichnen. Die Stücke auf „Winterrose“ verleugnen nicht, dass ihr Komponist gern Otto Lechner, Kimmo Pohjonen oder das Motion Trio hört, zeigen aber in ihrer gekonnten Mischung aus Folklore, Jazz, Pop und Kammermusik einen eigenständigen Geist. Auf die Frage, wie es zu skurrilen Titeln à la „Tanz der Barbaren im Donaudelta“, „Blödsinn“ oder „Gourmetabend“ kommt, meint Paul Schuberth: „Bei mir entsteht viel aus der Improvisation und die Stücke sind fertig, noch bevor sie einen Namen haben – dann erst wird nach einem passenden gesucht.“ Und wenn der junge Komponist noch nach einem Stücktitel sucht und eine UHU-Tube vor ihm auf dem Tisch liegt, heißt das Werk eben kurzerhand „Lösemittelfrei“…Paul Schuberth schreibt aber nicht nur für das Akkordeon; er hat auch schon Kompositionen für Kammer- und Vokalensembles verfasst und arbeitet derzeit an einem Konzert für Akkordeon und Orchester. Das letzte Stück auf seiner CD, „Voces Computatri“, ist eine Gegenüberstellung von am Computer verfremdeten Akkordeonklängen mit einer live dazu gespielten Akkordeonstimme (damit hat er 2006 den 1. Preis beim Wettbewerb „Klanglandschaften“ gewonnen). Derzeit besucht Paul Schuberth das Bundesgymnasium in Steyr und bereitet sich auf einen internationalen Akkordeonwettbewerb vor, der im Mai in Deutschland stattfindet. Der bekennende Falco-Fan („Ich mag ihn besonders: wegen seines Auftretens, seiner Stimme, seinem Charisma, dafür, dass er einen Österreicher mehr auf der ganzen Welt bekannt gemacht hat“) absolviert demnächst einen Auftritt im Rahmen des Wiener Internationalen Akkordeonfestivals (siehe Konzerttipps) und wünscht sich für seine weitere Karriere, „dass ich die perfekte Mischung und die perfekte Dosis zwischen Spaß und harter Arbeit finde...“. Wir werden auf alle Fälle noch viel von ihm hören. Martin SchusterHomepage von Concerto Zwischen Gitarre und AkkordeonAus: Kinder-Kurier (Kiku), Heinz Wagner (Nachbericht Akkordeonfestival 2010) Fulminant wurde Samstag Abend das - bereits elfte - Akkordeonfestival im wiener Theater Akzent eröffnet. Für den Auftakt sorgte der erst 15-jährige Paul Schuberth aus dem oberösterreichischen Dietach. Mit seinem Spiel bewies er, nicht nur wegen seiner Jugend für die Eröffnung ausgewählt worden zu sein. Virtuos spielte er nicht nur eine höchst komplexe Nummer von Wladislaw Solotarjow zu Beginn und einen spannenden Hommage-Mix unter anderem auf Otto Lechner, sondern vor allem eigenen Kompositonen seinerschon zwei CDs (Winterreise, Laub). Er spielt bereits sein halbes leben Akkordeon. "Zuerst hab ich mir eine Gitarre gewünscht", erzählt der Jungmusiker aus Dietach bei Steyr (OÖ). "Mein Papa hat mir ein bissl was beigebracht, aber das ist nichts Richtiges geworden." Der musikalische Volksschüler lauschte gern den Weisen von Otto Lechner und Hubert von Goisern ("obwohl der steirische Ziehharmonika spielt"). Zwischen den beiden Instrumenten hin- und hergerissen, "hab ich dann in einem Gastgarten in Steyr als mir die Frage gestellt wurde, Gitarre oder Akkordeon mich für das Zweite entschieden. Genau in dem Gasthaus hab ich dann sechs Jahre später mein erstes Konzert gespielt." Sonst machert ich's nicht! Mit dem Unterricht begann Schuberth zunächst in der Musikschule Kronstorf (zwischen Steyr und Linz). Damals "hab ich zu Hause jeden Tag eine Stunde geübt. Das ist jetzt, wo ich an der Bruckner Uni Linz bei Professor Alfred Melichar studiere, viel mehr - drei bis fünf Stunden täglich." Ob sich das neben der Schule (BG Steyr) ausgeht? "Das muss sich irgendwie ausgehen!" Das Üben mache ihm meistens auch Spaß, "sonst machert ich's nicht!" Paul Schuberth spielt aber nicht nur Akkordeon, er komponiert auch selber. "Dafür brauch ich dann nicht so lange zu üben, ich hab's ja selber geschrieben." Zum Komponieren kam er zufällig. "Ich war so ungefähr 8 Jahre, bin im Wohnzimmer gesessen und hab gespielt. Da hat meine Mama gesagt: Das klingt ganz gut. Dann haben wir das aufgeschrieben." Seither entwickelt Paul Schuberth immer wieder eigene Melodien, "nicht so sehr in Richtung Klassik, sondern eher Jazz, slawische Folklore, Blues, zeitgenössische moderne Musik." Hauptsächlich spielt er solo. "Nebenher spiel ich aber weiter im Ensemble des Landesmusikschulorchesters." Und was die (berufliche) Zukunft betrifft meint der Akkordeonspieler: "Ich denk schon, dass ich was in dieser Richtung machen möchte. Natürlich wär's schön, wenn man von der Musik leben könnte. Aber wahrscheinlich wird's was in dem Zusammenhang werden, zum Beispiel Musiklehrer, wo ich das verbinden kann." Studieren will er, der jetzt die sechste Klasse Gymnasium besucht, an der Linzer Bruckner-Uni. Obwohl er eigentlich davon träumt, Fußballprofi zu werden, "aber fürs Spielen bei einem Verein hab ich nicht genug Zeit". Immerhin übte er vor der Eröffnungskonzert teilweise bis zu sieben Stunden täglich.   Krone-KritikZum Auftritt im Porgy & Bess mit dem Motion Trio. Die stilistische Welt des Akkordeons von Südamerika bis Osteuropa - übrigens Finnland nicht zu vergessen! - eröffnete zuvor das österreichische Ausnahmetalent Paul Schuberth im Alleingang - im rhythmischen Fluss den vollen Klang mit feinen Zwischentönen auskostend und beachtlichem Sinn für ausdrucksstarke Schlusspunkte. Ein immer wieder beeindruckendes Musikprogramm!
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